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Allgemeines
Der Bongo (Tragelaphus eurycerus) gilt als grösste afrikanische Waldantilope. Er erreicht eine Schulterhöhe von 110-125 cm bei einer Körperlänge von 215-315 cm und einem Gewicht von 150-220 kg. Männchen werden grösser und schwerer als Weibchen. Die ca. 80 cm langen, gedrehten Hörner werden von beiden Geschlechtern getragen. Das Fell ist kastanienbraun mit weissen Streifen. Als Lebensraum bevorzugt der Bongo Wälder mit dichtem Unterholz, wo er sich als scheues Tier gut verstecken kann. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Blättern, die er sich meistens nachtaktiv sucht. Er kann nicht gut sehen, dafür aber umso besser hören und riechen, was ihn im dichten Wald viel mehr nützt. Während Weibchen mit ihrem Nachwuchs kleine Herden bilden, sind Männchen meistens Einzelgänger.
Fortpflanzung
Sowohl Männchen als auch Weibchen fechten ihre Rangordnung mit den Hörnern aus. Dabei geht es aber mehr darum, den Gegner einzuschüchtern, als ihn zu verletzten. Das dominante Männchen verfolgt das brünftige Weibchen und beschützt es vor Konkurrenten, bis es zur Paarung bereit ist. Nach einer Tragezeit von 285 Tagen wird meistens nur ein Kalb geboren, das heller gefärbt ist als die Erwachsenen. Sie werden in der ersten Zeit von der Mutter versteckt und erst später zur Herde geführt. Jungtiere fallen oft Raubtieren wie Raubkatzen, Riesenschlangen u.ä. zum Opfer.
Bongo und Mensch
Da der Bongo sehr scheu ist und sich vor dem Menschen so gut wie möglich zurückzieht, ist er durch die schwindenen Waldbestände Afrikas sehr stark bedroht. Auch ist er ein gutes Jagdobjekt, da er weder besonders ausdauernd noch schnell ist und zudem immer die gleichen Pfade benutzt, an denen ihm gut aufgelauert werden kann. Der Name Bongo-Trommel kommt übrigens daher, dass diese Trommeln früher mit Bongo-Fell bespannt worden sind.
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